10 Jahre "de la Lubaya"

17.01.2017 08:22

Dieses Jahr feiern wir unser 10 jähriges Zuchtbestehen!
Im Laufe des Jahres werde ich diesen Artikel immer wieder erweitern, um die Jahre revue passieren zu lassen und einen Einblick in unsere Zucht zu gewähren - viel Spaß dabei!

Auf die Katz' gekommen...

TEIL 1

Wo fängt man da an? Ich glaube, dass es, so wie es den typischen Hundebesitzer, auch einen typischen Katzenbesitzer gibt. Dass ich dazu zähle ist offensichtlich...

Denn schon als kleines Kind war ich eine Katzenmutti. Zum Beispiel brauchte ich keine Barbie, um etwas zu frisieren - ich hatte meine Katzen zum kämmen und pflegen.

Da ich auf dem Land aufgewachsen bin waren Katzen immer um mich und meine ständigen Begleiter. Als meinem Bruder eine Tierhaarallergie diagnostiziert wurde und relativ kurz darauf meine Susi überfahren wurde war das erstmal vorbei...Für mich nicht tragbar und so fuhr ich mit meinem Fahrrad kurzum zu einem nahegelegenen Bauernhof und suchte mir ein Katerchen aus: Gauner habe ich ihn genannt.

Als er alt genug war habe ich meine Mutter vor vollendete Tatsachen gestellt und den kleinen Kerl einfach mit nach Hause gebracht. Da ich auch eine sehr tierliebe Mutter habe war klar, dass sie nicht "Nein" sagen würde und so war es auch.

Gauner war ein besonderer Begleiter, aber wie auch meine Susi, wurde er mit einem Jahr überfahren. Wir lebten in einer Sackgassenstraße in einem kleinen Dorf und trotzdem...schon wieder...

Irgendwann hörten wir von einem Katzenwurf, für den gute Plätze gesucht werden. Wir fuhren hin und da war sie: Lilly, eine grau-weiße kleine Dame. Ich durfte sie haben und Lilly schenkte uns im Jahr darauf sogar 3 kleine Babies, von denen ich eine behalten durfte: Charly (Charlotte).

Leider ereilte auch Lilly das altbekannte Schicksal und ich versuchte alles, um Charly an die reine Wohnungshaltung zu gewöhnen..ohne Erfolg, sie protestierte und fand jede Gelegenheit, nach draußen zu gelangen. Ich musste mich geschlagen geben.

Charly wurde im Jahr darauf ebenfalls Mama von drei Katzenkindern: Fini (die bei meiner Großtante lebt) Sammy und Charmin. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass Sammy und Charmin nicht alt wurden..

Es war jedes Mal ein enormer Einschnitt und schwer zu begreifen für mich...

Umso mehr freut es mich aber, dass Charly - mittlerweile fast 15 Jahre - immer noch gesund und munter auf Mäusejagd geht.

Als ich dann alt genug war und von zu Hause auszog, war klar, dass es ohne Katzen nicht lebenswert ist. Charly mitnehmen war unmöglich! (ich zog in eine belebte Siedlung nahe Landshut.) Es formte sich also ein Bild, wie meine Katze sein musste: Sie durfte keinen Drang nach draußen haben! Alles andere war mir egal..

Beim Einkauf für meine Charly entdeckte ich eine Katzenzeitschrift, die ich spontan kaufte. Im hinteren Teil standen Termine für Katzenausstellungen. Nach erster Verwunderung über so etwas komisches (ich hatte bis dato noch nicht den leisesten Schimmer) freute ich mich tierisch, denn schon am nächsten Tag konnte ich mit wenig Aufwand meiner Neugierde nachgehen: es war nämlich tatsächlich nur 30 Minuten von mir entfernt eine dieser Ausstellungen. Ich fuhr natürlich hin und schaute mir das Geschehen an, befragte Züchter und bekam einen kleinen Einblick in diese Welt.

Was mich besonders freute war, dass ich bei jedem Züchter auf Nachfrage zum Freigang ein entsetztes "NEIN!" bekam. Ich kam meiner Katze also in riesen Schritten näher...

TEIL 2

Außerdem verliebte ich mich dort in Aischa, ein Norwegisches Waldkatzenmädel. Die Züchterin wurde für einen Preis auf die Bühne gerufen und musste schnell weg. Sie drückte mir die kleine Aischa in die Arme und meinte, sie wäre gleich wieder da. Nach anfänglicher Überraschung schaute ich mir das Kätzchen näher an und bekam prompt eins auf die Nase, ja, Aischa hatte mich damit schon in ihren Bann gezogen. Ich muss dazu sagen, dass mich charaktervolle Katzen magischen anziehen...Ich hatte Glück, Aischa war eigentlich schon vergeben, wurde aber ein paar Tage nach dieser Ausstellung wieder frei und so holte ich sie 2 Wochen später zu uns. Da es klar war, dass sie einen Spielkameraden braucht, machte ich mich in dieser Zeit auf die Suche nach einer passenden Rasse und entschied mich schlussendlich für Turkish Van oder Somali.

Was soll ich sagen...beides war damals kaum zu finden, da beide Rassen sehr selten sind. Ich musste mich also einschränken und entschied nach zig Beschreibungen der Rassen: Es sollte eine Somali sein! Nur woher war immer noch ein großes Fragezeichen...Ich weitete nach und nach den Suchradius auf halb Europa aus und wurde dann schließlich doch in Berlin fündig - das war dann mit ca. 700km Entfernung doch recht nah bei uns. Dort gab es einen 5er Wurf Somalimädels und somit war die Frage des Geschlechts auch geklärt.

Wir fuhren also nach Berlin und schauten uns die jungen Damen an. Eigentlich hatte ich mich im Vorfeld anhand von Fotos schon entschieden welche ich wollte, aber bei Ankunft war klar, die würde ich nicht bekommen. Sie hatte beim Spielen eine Verletzung davon getragen, welche erst ausheilen musste. Ein kurzer Dämpfer für meine Euphorie...denn nach wenigen Minuten hatte sich eine Schwester von ihr auf meinen Schoß geschlichen und genüsslich zum Schlafen eingerollt: Babe heißt sie bei uns.

Wir nahmen sie mit großer Freude mit zu uns und präsentierten Aischa ihre neue Freundin - etwas Spannung lag in der Luft, aber nur bei mir, denn die beiden haben sich auf Anhieb verstanden und lernten sich schnell kennen und lieben!

Babe ist eine Katze, die ihresgleichen sucht. Sie ist ein zauberhaftes Wesen mit allen Eigenschaften, die man sich bei einer Katze wünscht. Also wuchs in mir der Gedanken einmal Babies von ihr zu haben. Ich nahm Kontakt zur Züchterin auf, ließ mir erklären was zu tun ist und begann, Kater zu suchen.

Natürlich musste auch die Gesundheit vorher durchgecheckt werden und als letztes Testergebnis (nach einer gründlichen Untersuchung inkl. PL, PRA beim Spezialisten in München - damals gab es noch keinen Gentest ) stand die genetische Untersuchung auf PKdef aus. Dabei handelt es sich um eine Anämie, die tödlich verläuft. Bis dahin lief alles ganz gut, aber dann kam der Schlag, Babe war PKdef affected, das hieß, sie würde zum einen für die Zucht nie in Frage kommen, zum anderen, dass sie nicht lange leben würde.

Meine intensiven Bemühungen um den Zuchtstart waren damit erstmal in Vergessenheit geraten und mein Interesse lenkte sich auf diese Erkrankung und wie ich Babe möglichst lange bei mir haben könnte. Ich greife an dieser Stelle einmal vorweg - Babe lebt immer noch! Sie ist im Oktober 2016 unglaubliche 13 Jahre alt geworden.

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